Melatonin: Wirkung, Nebenwirkungen und richtige Dosierung
Was ist Melatonin?
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Es wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und signalisiert dem Körper: „Zeit zum Schlafen.“
Wichtig: Melatonin ist kein klassisches Schlafmittel, sondern ein Regulator des biologischen Rhythmus.
Wann hilft Melatonin wirklich?
Studien zeigen gute Wirkung bei:
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Jetlag
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Schichtarbeit
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Verzögertem Schlafrhythmus („Nachteulen“)
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Älteren Menschen mit geringer Eigenproduktion
Bei klassischer Insomnie ist die Wirkung meist moderat (verkürzt die Einschlafzeit um wenige Minuten).
Richtige Dosierung
Viele Präparate enthalten 3–5 mg.
Studien zeigen jedoch: 0,5–1 mg reichen oft aus.
Einnahme: 1–2 Stunden vor dem gewünschten Schlafzeitpunkt.
Mehr Melatonin bedeutet nicht bessere Wirkung.
Nebenwirkungen
Melatonin gilt als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen:
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Kopfschmerzen
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Schwindel
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Übelkeit
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Lebhafte Träume
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Morgendliche Müdigkeit
Bei länger bestehenden Schlafproblemen sollte ärztlich abgeklärt werden.
Wechselwirkungen beachten
Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von:
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Antidepressiva
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Blutdruckmedikamenten
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Beruhigungsmitteln
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Alkohol
Im Zweifel immer ärztlich oder in der Apotheke beraten lassen.
Fazit
Melatonin kann bei Jetlag und verschobenem Schlafrhythmus sinnvoll sein.
Als „Schlafwunder“ bei Stress oder chronischer Insomnie ist es jedoch nicht geeignet.
Schlafhygiene und feste Routinen bleiben entscheidend.