Haarausfall: Ursachen, Evidenz und Behandlung
Haarausfall ist ein häufiges medizinisches Problem mit vielen möglichen Ursachen. Am häufigsten liegt eine genetisch bedingte androgenetische Alopezie vor, die durch eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) entsteht. Nährstoffmängel können ebenfalls Haarausfall verursachen, sind jedoch deutlich seltener als oft angenommen. Stress, hormonelle Veränderungen und bestimmte Erkrankungen können den Haarzyklus ebenfalls beeinflussen. Die wissenschaftlich am besten belegten Therapien für genetischen Haarausfall sind topisches Minoxidil und bei Männern Finasterid. Viele populäre Social-Media-Tipps – etwa Biotin ohne nachgewiesenen Mangel oder bestimmte Haaröle – haben dagegen nur begrenzte wissenschaftliche Evidenz.
Janine Griesser
Inhaltsverzeichnis
- Was ist normaler Haarausfall?
- 1. Anagenphase (Wachstumsphase)
- 2. Katagenphase (Übergangsphase)
- 3. Telogenphase (Ruhephase)
- Die häufigste Ursache: Androgenetische Alopezie
- Mechanismus
- Stressbedingter Haarausfall (Telogenes Effluvium)
- Vitaminmangel und Haarausfall
- Eisen
- Vitamin D
- Zink
- Biotin
- Hormonelle Ursachen
- Medikamentenbedingter Haarausfall
- Evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten
- Minoxidil
- Finasterid
- Weitere Therapien mit wachsender Evidenz
- Niedrigenergie-Lasertherapie
- Platelet-Rich Plasma (PRP)
- Mythen aus Social Media
- Wann sollte Haarausfall ärztlich abgeklärt werden?
- Fazit
- Quellen
- Disclaimer